Haltungsschwächen, Haltungsstörungen und Fehlhaltungen im Kindesalter

Viele Haltungsschwächen entwickeln sich schon im Babyalter. Durch das vermehrte Einsetzen von Babygeräten werden diese begünstigt.
Zu zeitiges aufrechtes Tragen in der Babytrage oder im Tragetuch und zu zeitiges Hinsetzen kann zur Entstehung eines Sitzbuckels führen, da die Muskulatur erst im 7.,8. Lebensmonat stark genug ist, den Körper gegen die Schwerkraft zu halten.

Sitzen in der Babywippe und langes Sitzen im Maxi-Cosy hemmt die physiologische Bewegungsentwicklung, die Kinder können sich z.B. nicht umdrehen, die Füße nicht zum Mund bringen und somit kann die Rumpfmuskulatur nicht gekräftigt werden.

Mit dem Eintritt in die Schule wird der natürliche Bewegungsdrang der Kinder stark gebremst. In diesem Alter ist der Stütz- und Bewegungsapparat der Kinder noch nicht voll entwickelt und das Entstehen von Haltungsschwächen- eine Schwäche der Muskulatur- wird begünstigt.

Auch in der Freizeit wird immer weniger Bewegung gemacht, dem Spielen und Herumtoben im Park wird vielfach das Sitzen vor dem Computer und dem Fernseher vorgezogen.

In der Therapie erlernen die Kinder :

  • mit gezielten Übungen ihre Rumpf- und Fußmuskulatur zu stärken. Das Einschleifen falscher Bewegungsmuster und Veränderungen des Stützapparates kann verhindert werden.
  • die Anatomie der Wirbelsäule und auch die Auswirkungen von schlechter Haltung.
  • das richtige Sitzen in der Schule, vor dem Fernseher , verschiedene Lern- und Lesehaltungen, richtiges Tragen der Schultasche, richtiges Bücken und Heben,...
  • schlechter Körperhaltung wahrnehmen und korrigieren 
  • die idealen Haltung
  • ein Übungsprogramm für zu Hause wird erarbeitet

Es ist wichtig, dass die Kinder merken, dass ihnen die Therapie gut tut, und dass sie Freude an der Bewegung finden.
Je früher mit dem Erlernen gezielter Übungen und Einnehmen richtiger Körperhaltungen begonnen wird, desto geringer werden die Beschwerden im Erwachsenenalter sein.