Triggerpunkttherapie

ist die Behandlung akuter und chronischer Schmerzen im Bewegungsapparat ( Myofasciale Schmerz-Syndrom )

Schmerzen und Funktionsstörungen des Bewegungssystems können unterschiedliche Ursachen haben.
Sehr häufig haben sie ihren Ursprung direkt in der Muskulatur.  Aufgrund des gr. Anteils der Muskulatur im menschlichen Körpers ist  dies nicht verwunderlich.

Fr.Dr.J. Travell, Prof.D.Simonns ( USA) und Beat Dejung ( CH) haben die Muskulatur ins Zentrum ihrer wissenschaftlichen Arbeit gestellt.
Durch Überlastung -monotone Belastung ( PC Arbeit, Haushalt ), repetitierende Bewegungen in Arbeit und Sport
durch Überdehnung( z.B.: Überknöcheln, Hängenbleiben an einer Stufe )
entstehen im betroffenen Muskel Zonen, die durch Sauersoffunterversorgung charakterisiert sind. Als Folge können sich die Muskelanteile     (Actin,Myosin) nicht mehr voneinander lösen.
Diese sind tastbar ( Hartspann -Triggerpunkte ).Bei Druck auf diese Stellen wird Schmerz ausgelöst, der oft auch in andere Körperregionen weitergeleitet wird.

Weitere Klinische Diagnosekriterien von myofascialen Triggerpunkten:
eingeschränkte Beweglichkeit
Muskelschwäche ohne Atrophie (ohne Muskelschwund)
Parästhesien ( Kribbeln)
Koordinationsbeeinträchtigung

Unterstützende Faktoren
Nässe , Kälte
Psychogene Inputs ( Stress, Angst )


Beispiele aus der Praxis:
stark verspannte Nackenmuskulatur oder Halsmuskulatur kann Ursache für Kopfschmerz sein
erkrankte Gesäßmuskeln können Symptome wie bei einem Bandscheibenvorfall verursachen ( z.B.; Ausstrahlung seitlich ins Bein )
erkrankte Brustmuskeln, Armmuskeln können Ursache für Schulterschmerzen sein oder bis in die Arme und Hände ausstrahlen

Behandlungstechnik :
Aufsuchen des erkrankten Muskels ( Hartspann -Triggerpunkt) durch Tasten
1. Mittels Hand oder einem Hölzchen wird eine Kompression auf den Muskel gesetzt bis der Schmerz verschwindet ( 1-2 Minuten )
2. Manuelles Aufdehnen dieser Region
3 .Manuelles Dehnen der Fascien
4. Lösen von Fascien, Bindegewebsverklebungen
5 .Dehnung des Muskels durch Therapeut oder durch Patient selbst
6. Funktionelles Training, sodaß physiologische Belastung für die  Muskulatur  gewährleistet ist ( individelles Trainingsprogramm ) und kein weiterer Schmerz auftritt