PNF - „Propriozeptive Neuromuskuläre Facilitation"

Die PNF Methode wurde von Frau Margrit Knott in den vierziger Jahren in Kalifornien entwickelt um Patienten mit Polyomyelitis (Kinderlähmung) besser behandeln zu können.

Heute wird PNF von einer internationalen Therapeutengruppe ständig weiter entwickelt und ihr aktuelles Wissen in Fortbildungen weitervermittelt. Die Behandlungsmethode PNF wird vor allem bei Krankheitsbildern in der Neurologie, Traumatologie und Orthopädie angewendet. Sie gehört zu den anerkannten neurophysiologischen Behandlungsmethoden, wie auch die Bobath- und Vojtamethode.

Was heißt PNF?

P Propriozeption: Propriozeptoren sind Rezeptoren die dem zentralen Nervensystem Informationen über Muskelspannung, -länge und Gelenksstellung geben.

N Neuromuskulär: Nerv und Muskel betreffend F Fazilitation: Hilfestellung

Für wen ist PNF geeignet?

Grundsätzlich für jeden Patienten, aber ganz besonders bei Patienten mit Muskelschwäche, Bewegungseinschränkungen, Kontrakturen oder Lähmungserscheinungen.

Welche Krankheitsbilder wurden von uns damit erfolgreich behandelt?

Schlaganfall-, Multiple- Sklerose-, Polyneuropathiepatienten und Patienten mit peripheren Lähmungserscheinungen zum Beispiel nach Bandscheibenvorfällen.

Ziele der Behandlung:

1.) Bewegung zu ermöglichen und zu verbessern

2.) Stabilität zu verbessern. Zum Beispiel bei Instabilitäten von Schulter-, Knie oder Wirbelsäulengelenken

3.) Arbeit gegen Widerstand

4.) Koordination zu verbessern

5.) Ausdauer steigern

Die Physiotherapeutin wählt spezifische Techniken der PNF aus, um dem Muskel und Nervensystem über einen Reiz von außen (Zug, Druck und Widerstand) eine Bewegung zu erleichtern. Ganganalyse und Gangschule sind ebenfalls Bestandteile der PNF Methode.

Die Behandlung umfasst immer den ganzen Menschen. Sie richtet sich nach dem Physioterapeutischen Befund und der Anamnese des Patienten.