Manuelle Lymphdrainage
Die manuelle Lymphdrainage wurde Anfang des 20 Jahrhunderts in Frankreich entwickelt. Es haben sich verschiedene Schulen gebildet um die Technik weiter zu vermitteln (manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder, nach Földi etc.).
Was ist die Lymphdrainage?
Die manuelle Lymphdrainage ist eine Massagemethode zur Behandlung von Schwellungen, in erster Linie von Lymphödemen, die hiermit reduziert werden.
Sie wird häufig bei postoperativen Ödemen zum Beispiel nach Brustkrebs, aber auch nach Knochenbrüchen und Verstauchungen angewendet.
Wie funktioniert die ML?
Bindegewebsflüssigkeiten werden durch sanften Druck von der Therapeutin aus dem gestauten Gewebe in Richtung zentraler Lymphknoten bewegt.
Durch kreisende Bewegungen wird die Druck – Sogwirkung im Lymphsystem erhöht und der Lymphfluss erleichtert.Während und nach der Therapie profitieren die behandelten Patienten von der schmerzstillenden Wirkung.
Die ML soll immer mit Bandagierung, Lagerung und aktiver Bewegung kombiniert werden. Nach der Behandlung sollte ein vom Bandagisten maßgeschneiderter Stumpf für Arm oder Bein getragen werden, um den Behandlungserfolg zu erhalten.
Wenn kein passender Stumpf vorhanden ist, oder das Ödem gering, kann die betroffene Extremität auch nach der Therapie mit Bandagen gewickelt werden.
Auch das Kinesiotape hat sich als gute Kombination mit ML erwiesen.
Um Kontraindikationen auszuschließen soll die ML ärztlich verordnet sein. Akute Thrombose und maligne Erkrankungen gelten als absolute Kontraindikationen.
Auf der ärztlichen Verordnung sollte neben der Diagnose auch die Behandlungsdauer stehen (30min., 45min., 60min.). Bitte lassen Sie sich in Bezug auf die Krankenkassenbewilligung vor der Behandlung von ihrer Physiotherapeutin informieren.
Für wen ist ML geeignet?
Für Patienten mit Lymphödem, Lipödem, Schwellungen nach Unfällen oder Operationen, zum Beispiel Knieendoprothese, Hüftendoprothese, Kreuzbandruptur, Knochenbrüchen oder Supinationstrauma am Fuß.